Ambulanz für Familientherapie und für Essstörungen

Im Bereich der Krankenversorgung werden in der Ambulanz für Familientherapie und für Essstörungen folgende spezifische diagnostische und therapeutische Leistungen erbracht:

Familiendiagnostik und Familientherapie

Familiendiagnostik und Familientherapie sind Ziele und Aufgaben der Ambulanz für Familientherapie und für Essstörungen. In Ergänzung zu anderen psychotherapeutischen Verfahren geht die Familientherapie davon aus, dass dysfunktionale interpersonale Beziehungen in Dyaden, Triaden und in der Gesamtfamilie an der Entstehung und Aufrechterhaltung von individuellen Störungen und Symptomen wesentlich beteiligt oder für diese sogar ursächlich verantwortlich sind.

Familien- und Paartherapie sind psychotherapeutische Methoden, die sich explizit darauf konzentrieren, die Interaktionen und damit die dysfunktionalen Beziehungen zu beeinflussen. Durch Veränderungen in den  Beziehungen der Familie oder des Paares soll die Symptomatik von Patientinnen und Patienten verbessert oder sogar aufgelöst werden.

Die Familien- und Paartherapeutinnen und –therapeuten der Ambulanz für Familientherapie und für Essstörungen arbeiten nach dem psychoanalytischen Mehrgenerationen-Ansatz, unter Einbindung von Behandlungstechniken aus der systemischen bzw. strukturellen Familien- und Paartherapie.
Familien- und Paartherapie haben sich bei vielen Störungen als sehr effektive psychotherapeutische Methoden erwiesen.

 

Erstkontakt:
Die meisten Familien und Paare melden sich entweder selbst zur Beratung an oder werden von niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen überwiesen.
Eine Terminvereinbarung kann über unser Sekretariat bei Rita Rivera unter der Tel.-Nr.: 0551/39-5501 getroffen werden.

 

Diagnostik, Beratung und Behandlung von PatientInnen mit Essstörungen (Anorexia und Bulimia nervosa)

Seit 1992 besteht die Spezialambulanz für Essstörungen. Hier können sich Patientinnen und Patienten mit folgenden Störungen anmelden:

Die Ambulanz bietet diagnostische Erstgespräche für die Betroffenen an, häufig gemeinsam mit ihren Angehörigen. In einem weiteren Schritt werden – je nach Kapazität der Ambulanz - individuell orientierte Behandlungsangebote durchgeführt. Bei diesen werden psychodynamische und verhaltenstherapeutische sowie familien-, einzel- und gruppentherapeutische Methoden je nach Indikation kombiniert. Oder es wird an niedergelassene Kolleginnen und Kollegen sowie an andere Einrichtungen überwiesen. Die Spezialambulanz arbeitet eng mit niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten sowie mit stationären Einrichtungen, insbesondere den Stationen und der Tagesklinik der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, zusammen.
Die Spezialambulanz stellt eine in der weiteren Region einmalige Einrichtung dar, denn

Zudem wird schriftliches Informationsmaterial über Essstörungen und deren Behandlung zur Verfügung gestellt. Weiterhin werden regelmäßig Informationsveranstaltungen z. B. an Schulen und für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte zu diesem Thema durchgeführt.
Psychotherapie der Bulimie bei weiblichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Unter Leitung der Ambulanz wird seit 2008 eine Studie zur Behandlung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen (14 bis 20 Jahre) mit Bulimie und atypischer Bulimie gemeinsam mit niedergelassenen Psychotherapeuten und anderen Einrichtungen durchgeführt. Die Behandlungen für diese Studie sind seit Ende 2012 abgeschlossen.

 

Anfragen oder Erstkontakt:
Anmeldungen erfolgen über unser Sekretariat (Tel.: 0551/39-5501), die Bulimie-Studie erreichen Sie unter Tel.: 0551/39-5501 oder per e-mail: essstoerung@gwdg.de.