Psychosomatisch-psychotherapeutische Konzeptforschung
- AG Dr. von Boetticher

Unsere Konzepte prägen unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit und unsere Haltung ihr gegenüber, nicht nur im Alltag, sondern auch in der Wissenschaft.

Gerade auch die wissenschaftliche Tätigkeit ist keine, die sich von selbst versteht und sich gleichsam unmittelbar und objektiv der Wirklichkeit zuwenden könnte, sondern in ihren inhaltlichen Fragestellungen und ihren methodischen Antwortmöglichkeiten immer schon konzeptvermittelt: neben spezifischen Konzepten von der Wirklichkeit nicht zuletzt auch durch das Konzept der Wissenschaft selbst. Denn Wissenschaft ist kein wissenschaftliches, sondern ein konzeptuelles Konstrukt.

Die Konzeptforschung in der psychosomatischen Medizin untersucht die für die psychosomatische Krankenversorgung und Forschung theorie- und praxisrelevanten expliziten und impliziten Konzepte und bezieht diese reflexiv auf den in unserem Fach wirksamen Wissenschaftsbegriff und die diesem korrespondierende Methodik.

Konzeptforschung gehört zur Grundlagenforschung in der Medizin. Methodisch bedarf sie hierfür der Einbeziehung geistes- und sozialwissenschaftlicher Modelle.

Gegenwärtige Fragestellungen betreffen:

 

Publikationen 2017

Journalbeiträge

  1. Meyer T, von Boetticher D, Spitzer C (2017) Psychische Traumatisierung und Autoimmunerkrankungen. Wo liegen pathogenetische Zusammenhänge auf der Transkriptionsebene? Trauma und Gewalt 2: 122-128

  2. von Boetticher D (2017) Rezension zu "Neuropsychodynamische Psychiatrie". PSYCHOTHERAPEUT 62: 158-60

Publikationen vor 2013