Prof. Dr. med. Ulrich Rüger

 

Prof. Dr. med. Ulrich Rüger
Ehemaliger Direktor der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie der Georg-August-Universität Göttingen
Facharzt für Psychiatrie und Neurologie         
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalyse

Telefon:
0551-792200
E-Mail:
Ulrich Rüger
Ort:
Mittelbergring 59, 37085 Göttingen

Vita

* 05.04.1941 in Dortmund

1960 – 1966
Studium der Medizin in Münster und München

1966
Staatsexamen und Promotion („Psychische Faktoren bei Asthma bronchiale“) an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München

1979
Habilitation für das Fach Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Freien Universität (FU) Berlin

1986 – 2007
Direktor der Abteilung Psychosomatik und Psychotherapie Medizinische Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen

 

Forschungsschwerpunkte

Empirische Psychotherapieforschung (Verlaufs-, Ergebnis-, Katamnese-Studien)
Krankheitsbewältigung (Coping)
Psychodynamische Psychotherapieverfahren
Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik
Biographik
Ethische Probleme in der Psychotherapie

 

Funktionen außerhalb der Georg-August-Universität Göttingen

1989 – 2004
Schriftleiter der Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

1992
Mitbegründer des Arbeitskreises Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD)

2001 – 2007
Unabhängiger Sachverständiger im Unterausschuss „Psychotherapie“ des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen (GBA)

1994 – 2010
Mitglied des Kuratoriums der Heigl-Stiftung           
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

 

Monographien

Neuerscheinung: Psychotherapie in Sozialer Verantwortung

Gerd Rudolf, Ulrich Rüger

Psychotherapie in sozialer Verantwortung

Annemarie Dührssen und die Entwicklung der Psychotherapie

Annemarie Dührssen (1916–1998) gilt als eine der einflussreichsten Psychotherapeutinnen der Nachkriegszeit in Deutschland. Von 1949 an am Institut für Psychogene Erkrankungen in Berlin tätig, war sie seit 1965 Leiterin dieses großen psychotherapeutischen Ambulatoriums und darüber hinaus von 1976 bis 1985 Lehrstuhlinhaberin für Psychotherapie und Psychosomatische
Medizin am Klinikum Charlottenburg der FU Berlin.

Mit ihren Katamnese-Studien zur Wirksamkeit von Psychotherapie hat Dührssen wesentlich dazu beigetragen, dass die Psychotherapie 1967 in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen wurde. Damit erhielten psychisch Kranke das gleiche Recht auf Hilfe, das körperlich Kranke schon seit Bismarcks Sozialgesetzgebung beanspruchen durften – so wie Freud es bereits 1918 gefordert hatte. Den dafür notwendigen konzeptuellen Entwicklungsprozess von einer „tendenzlosen Psychoanalyse“ zu „psychoanalytisch begründeten Behandlungsverfahren“ hat Dührssen mit mehreren Monographien begleitet.

Wissenschaftliches und soziales Engagement verknüpfen sich bei Annemarie Dührssen in herausragender Weise und haben ihr ein Werk ermöglicht, das bis heute in vielen Bereichen der
Psychotherapie, ganz besonders für die Entwicklung der tiefenpsychologisch fundierten/psychodynamischen Psychotherapieverfahren, richtungsweisend geblieben ist und sich in ihrem Sinne weiter entwickeln konnte. In diesem Buch berichten Zeitgenossen, ehemalige Mitarbeiter und Kollegen über Person und Werk von Annemarie Dührssen und ihre Bedeutung für die heutige psychotherapeutische Versorgung.

 

Rüger, U., Dahm, A., Dieckmann, M., Neher M. (2015): Faber-Haarstrick Kommentar
Psychotherapie-Richtlinien.
Urban & Fischer, München, 10. Aufl.          
9. Aufl. 2012, 8. Aufl. 2009, 7. Aufl. 2005, 6. Aufl. 2003.

Reimer, C., Rüger, U. (2012): Psychodynamische Psychotherapien – Lehrbuch der
tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapien.   
Springer, Berlin Heidelberg New York, 4. Aufl.       
Vorangegangene Auflagen: 2000, 2003, 2006

Rüger, U. (2009): Krankengeschichte und Lebensgeschichte – Die biographische Dimension im Menschenbild der Medizin.
Überarbeitete Fassung der Abschiedsvorlesung 2007. Universitätsverlag Göttingen

Schneider, W., Henningsen, P. Rüger, U. (2001): Sozialmedizinische Begutachtung in
Psychosomatik und Psychotherapie.
Hans Huber, Bern

Heigl-Evers, A., Heigl, F., Ott, J., Rüger, U. (1997): Lehrbuch der Psychotherapie.
Gustav Fischer, Stuttgart, 3. Aufl.
Russische Auflage 2001, Verlag „Retsch“, St. Petersburg

Rüger, U., Haase, J. Ch., Fassl, K., Schulze, C. (1996): Göttinger Biographie-Inventar (GBI). Ein Verfahren zur deskriptiven Inhaltsanalyse biographischer Anamnesen.
Cuvillier Verlag, Göttingen

Arbeitskreis OPD (1996): Die erste Version einer Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD): Unter Mitarbeit von S. O. Hoffmann, P. Buchheim, M. Cierpka, H. J. Freyberger, P. Janssen, A. Muhs, G. Rudolf, U. Rüger, H. Schauenburg, W. Schneider, G. Schüßler.
Hans Huber, Bern

Rudolf, G.; Rüger, U. (1995): Registerband 1954-1994 der Zeitschrift für Psychosomatische Medizin und Psychoanalyse.
Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen

Rüger, U., F. Blomert, W. Förster (1990): Coping. Theoretische Konzepte, Forschungs-
ansätze, Meßinstrumente zur Krankheitsbewältigung.
Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen

Rudolf, G., Rüger, U. (Hrsg.) (1988): Die Psychoanalyse Schultz-Henckes.
Thieme, Stuttgart New York

Rüger, U. (Hrsg.) (1984): Neurotische und reale Angst. Der Beitrag der Psychoanalyse zur Erkennung, Therapie und Bewältigung von Angst in der klinischen Versorgung und im
psychosozialen Feld.
Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen

Helmchen, H., Linden, M., Rüger, U. (Hrsg.) (1982): Psychotherapie in der Psychiatrie. Springer, Berlin Heidelberg New York

Rüger, U. (1981): Die stationär-ambulante Gruppenpsychotherapie - ein langfristiges
Behandlungsmodell.
Springer, Berlin Heidelberg New York