Krankenversorgung

Station 4095

Die stationäre psychotherapeutische Behandlung erfolgt auf einer neu modernisierten 15-Betten-Station mit überwiegend Ein- und Zweibettzimmern. Alle Zimmer verfügen über ein Bad, die Mehrzahl auch über einen direkten Balkonzugang.

Wir führen ein integriertes Behandlungskonzept durch; dieses besteht aus Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Gestaltungstherapie und körperorientierten Therapieverfahren. Das Gesamtbehandlungskonzept ist psychodynamisch orientiert; es kommen aber auch verhaltenstherapeutische Übungsprogramme (z. B. Angsttraining, Stufenprogramm bei Magersucht) zur Anwendung. Entsprechend dem psychodynamischen Konzept ist es neben der angestrebten Besserung der Beschwerden auch unser Ziel, den betroffenen Patienten zu einem verbesserten Verständnis ihrer persönlichen Probleme und zu günstigeren Lösungsmöglichkeiten diese zu verhelfen.

Es können sowohl stationäre Kriseninterventionen als auch umfassendere psychotherapeutische Behandlungen durchgeführt werden, soweit diese aufgrund der entsprechenden Krankheitsbilder notwendig sind.

Eine Krisenintervention hat das Ziel, eine vor dem Hintergrund einer aktuellen Lebenskrise ausgebrochene Erkrankung so weit zu behandeln, dass ein neues seelisches Gleichgewicht erreicht werden kann und damit dann eine ggf. notwendige ambulante Psychotherapie aufgenommen oder weitergeführt werden kann. Die Dauer einer solchen Krisenintervention richtet sich naturgemäß nach der Art der Erkrankung und der zugrundeliegenden Krise. In der Regel wird aber eine Behandlungsdauer von vier Wochen nicht überschritten.

Eine stationäre psychotherapeutische Behandlung im engeren Sinne ist bei Krankheitsbildern notwendig, die eine ambulante Behandlung nicht zulassen oder wo im Rahmen einer ambulanten Behandlung kein hinreichend stabiler Erfolg zu erwarten ist. Eine stationäre Psychotherapie kann auch als erster Einstieg in eine dann weiterzuführende ambulante Behandlung notwendig sein.

Eine solche Behandlung, die auf eine etwas weitergehende Zielsetzung ausgerichtet ist, braucht in der Regel mehr Zeit als eine Krisenintervention. Die Behandlungsdauer hängt vom vorliegenden Krankheitsbild ab. Sie beträgt nach unseren Erfahrungen zwischen 8-12 Wochen.

Zur Vorbereitung auf die Entlassung kann die Behandlung zum Ende in begründeten Fällen sowohl tagesklinisch als auch nachtklinisch durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass Patienten entweder zu Hause schlafen und nur zum therapeutischen Programm in die Klinik kommen oder dass Patienten in der Klinik übernachten und tagsüber z.B. bereits ihrer Tätigkeit oder Ausbildung bzw. ihrem Studium nachgehen.